Die Frliche Apokalypse



PROFESSOR: Was steht im Feuilleton?

JOURNALIST: Wie schmeckt heut'die Bouillion?

STUDENT: Spielt irgendwer mit mir Skat?

BOHEMIAN: Mein Gott, ist mir wieder fad!

POET: Uns're junge Kaiserin weint den ganzen Tag
Sie it nicht mer, seit sie ihr Kind verlor

BOHEMIAN: Noch eine Melange!

LUCHENI: Noch eine Melange!

PROFESSOR: Schwanger ist sie wohl auch!

JOURNALIST: Sie zeigt nicht mehr den Bauch

LUCHENI & POET: Zu lang enbehren wir
schon den Erben fr den Thron

JOURNALIST: Im Zirkus Renz war sie neulich zu Gast

PROFESSOR: Der Mutter des Kaisers hat's gar nicht gepat

ALL: No, und wenn schon -
wir sitzen im Kaffeehaus 'rum
und erwaten ghnend die Apokalypse

LUCHENI: Schwtzer! Wissen alles und nichts
Hocken da per ingannare il tempo
Schlagen die Zeit tot Tagaus, tagein

POET: Wieder ein Jahr vorbei!

BOHEMIAN: Das ist mir einerlei!

PROFESSOR: Wir haben ein Konkordat!

STUDENT: Wer spielt heut mit mir Skat?

JOURNALIST: Unser junger Kaiser zeigt nicht viel Geschick,
jedenfalls nicht in der Politik

BOHEMIAN: Noch einen Likr!

PROFESSOR: Der letzte Krieg um die Krim hat uns neutralisiert

JOURNALIST: Und jetzt ist sterreich politisch ganz isoliert

PROFESSOR: Frankreich, England, Ruland stenh in einer Front
Und jetzt gibt es Krieg mit Piemont

ALL: No, und wenn schon -
wir sitzen im Kaffeehaus 'rum
und erwaten ghnend die Apokalypse

STUDENT: Diesmal war es ein Sohn wer htt'es geglaubt

POET: Und auch ihn hat man gleich der Mutter geraubt

JOURNALIST: Ich habe erfahr'n, sie mag die Magyarn!

PROFESSOR: Denkt sie liberal?

BOHEMIAN: Ist sie radikal?

ALL: Sie ist eine seltsame Frau!
No, und wenn schon
gut fr die Apokalypse

LUCHENI: Als Rudolf zur Welt kam
hatte die Mutter im Wochenbett eine schreckliche Vision
Sie sah rote Fahnen, Massen von Menschen
am Ballhausplatz mit Fusten sie bedrohn
Sie sah Barrikade und darauf den eigenen Sohn
als Fhrer der Revolution!

POET: Herrlich exzentrisch!

BOHEMIAN: Schn dekadent!

STUDENT & PROFESSOR: sterreich braucht jetzt ein Parlament!

ALL: No, und wenn schon -
wir sitzen im Kaffeehaus 'rum
und erwaten ghnend die Apokalypse
No, und wenn schon -
wir sitzen im Kaffeehaus 'rum
und erwaten ghnend die Apokalypse

CUSTOMERS (first group): Weil uns fad is, wil's net schad is

CUSTOMERS (second group, in counterpoint): Stieren, schnofeln, plauschen, plaudern
rauchen, pofeln, raunzen, zaudern
lesen, dsen, beim Kaffee!

CUSTOMERS (third group, in counterpoint): Wil uns fad is, desolat is
weil's net schad is, weil, was g'maht is
und parat is g'schieht ja eh!







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